Konzept
»IN JEDEM KIND STECKT EIN WUNDER. ES LIEGT NUR AN UNS, ES ZU ENTDECKEN«
Diesen Leitspruch möchten wir in unseren Häusern als Grundlage unserer pädagogischen Arbeit sehen.
Bildungsbereiche
Bildung
Rhythmus und Struktur im Alltag sind „nicht einfach so“ wichtig – sie gründen auf dem Jahreskreis und wiederkehrenden Rhythmen, Gemeinsamkeiten, Abläufen und Festen: Jahreszeiten, Tag und Nacht, das Spielen im Außengelände, der Morgenkreis, Geburtstage, Feste im interkulturellen Jahreskreis, … Rhythmus im Kita-Alltag gibt Halt und Orientierung, Rituale wiederholen sich verlässlich.
Bildungsarbeit
Den Rahmen für Planung und Durchführung unserer pädagogischen Arbeit bilden die thematisch gegliederten Bildungsbereiche der Elementarpädagogik. Wir verstehen die Bildungsbereiche nicht als voneinander abgegrenzte u. separierte Sachgebiete, wir ergänzen- und überlagern sie, wo es pädagogisch-strukturell sinnvoll erscheint und wo es dem als „natürlich“ zu bezeichnenden Ablauf entspricht: Rhythmen und Musik beispielsweise erfahren unsere Sternchen am ehesten, wenn sie sich dabei bewegen können und dürfen, wenn sie mitsingen und sich untereinander dazu austauschen. Durch die Differenzierung von Wahrnehmungserfahrungen lernen Kinder über die Körpersinne, Fernsinne und mittels zugeordneter Emotionen (Freude, Abneigung, Wohlgefallen etc.). Sinneszusammenhänge sowie forschendes Lernen sind zentrale Bestandteile unseres pädagogischen Konzeptes.
Ganzheitlichkeit
Trauerbegleitung
Unsere Trauerbegleitenden sind nicht nur Ansprechpartner für die Kinder, sondern auch für die Familien. Sie bieten einen geschützten Raum, in dem über Gefühle gesprochen werden kann, sei es bei der Trennung der Eltern, dem Verlust eines geliebten Kuscheltieres oder dem Abschied vom Schnuller. Auch bei Todesfällen in der Familie oder dem Verlust eines Haustieres stehen unsere Trauerbegleitenden bereit, um Unterstützung zu bieten und den Trauerprozess zu begleiten. Um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern, finden regelmäßige Treffen aller Trauerbegleitenden statt. Diese Treffen ermöglichen es uns, Erfahrungen auszutauschen, neue Ansätze zu entwickeln und sicherzustellen, dass wir stets die bestmögliche Unterstützung bieten können. Wir glauben, dass eine offene Kommunikation und ein starkes Netzwerk von Trauerbegleitenden entscheidend sind, um den Kindern und ihren Familien in schweren Zeiten zur Seite zu stehen.
Bei Zaubersterne gGmbH sind wir uns bewusst, dass Trauer viele Gesichter hat. Unser Ziel ist es, den Kindern und ihren Familien in diesen Momenten der Veränderung und des Verlustes einfühlsam zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen, ihre Gefühle zu verarbeiten. Gemeinsam möchten wir einen Raum schaffen, in dem Trauer Platz hat und in dem Heilung möglich ist.
Elternbeitrag
Kinderschutz und Kinderrechte im Blick
Kinderrechte werden bei uns GROSS geschrieben: Nur wenn Kinder von klein auf Ihre Rechte kennen, können sie Recht von Unrecht unterscheiden. Wir besprechen mit allen Kindern jährlich ihre Rechte – auf spielerische Art und Weise. Wir beobachten ein jedes Kind individuell, um herauszufinden, welche Art von Begleitung und Unterstützung es als Person in der Gemeinschaft benötigt. Neben dem verbindlichen Bildungsauftrag, den jede Kindertageseinrichtung zu leisten hat, ist für uns die Beachtung und Umsetzung des Kinderschutzes und der Kinderrechte von hoher Bedeutung.
Somit sind wir stolz darauf, dass Partizipation und Kinderschutz in unseren Häusern angewendet werden: Wir sehen darin die langfristige Grundlage für eine wertschätzende und respektvolle Beziehung unserer Mitarbeitenden zu den Kindern.
Kinderrechte
im Alltag
Verhaltenskodex
Unsere Arbeit mit den Kindern im Team der Zaubersterne ist von gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und Vertrauen geprägt. Wir sind Vorbilder und dem Schutze und dem Wohlergehen der uns anvertrauten Kinder verpflichtet. Unser Handeln ist in unserem Verhaltenskodex an folgenden Grundsätzen richtigen Verhaltens, festen Regeln und Formen des Umgangs ausgerichtet, die wir beachten und verbindlich einhalten.
Pädagogische Trägervorgaben
BILINGUAL
Bilingual
Leider erschweren uns derzeit die Rahmenbedingungen des Kibiz – Gesetzes und die dazugehörige Personalverordnung die Suche und vor allem Einstellung des geeigneten Personals. Zum einen muss die Person laut Personalverordnung Fach- oder Ergänzungskraft sein, der Ausbilddungs- oder Studienabschluss aus dem Ausland muss in Deutschland anerkannt werden und zum anderen suchen wir möglichst muttersprachliche Mitarbeitende. Keine einfache Aufgabe.
Die Bilingualität steht weiter als pädagogischer Schwerpunkt bei den Zaubersternen, was aber derzeit durchaus unterschiedlich ist, ist der Umgang mit der Immersionsmethode. Das bedeutet wie viele Personalstunden gibt es in der Kita oder pro Gruppe für die englische Sprache und genau das ist im Moment sehr unterschiedlich in unseren Standorten.
Zaubersterne sucht aber immer weiter, um möglichst viele Mitarbeitende zu haben, die den pädagogischen Alltag in der englischen Sprache gestalten. Derzeit beschäftigen wir uns aber auch mit weiteren Sprachen, die den Alltag für die Kinder bereichern können. Wie dieses Konzept aufgebaut ist lesen Sie gerne im weiteren Verlauf.
Hier sind die wesentlichen Aspekte dieses Ansatzes:
1. Immersionsmethode
2. Native Speaker
In der bilingualen Kita, die nach der Immersionsmethode arbeiten, ist es üblich, dass eine der Erzieher*innen ein „Native Speaker“ ist, also Muttersprachler*in der Zweitsprache. Diese Person spricht konsequent in ihrer Sprache mit den Kindern. So entwickeln die Kinder durch ständigen Kontakt mit der Zielsprache ein Gefühl für die Sprachmelodie, Aussprache und Grammatik.
Leider stehen die Zaubersterne an dieser Stelle vor einer großen Herausforderung, da diese gewünschten Native Speaker Fach- oder Ergänzungskräfte sein müssen. Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse gestaltet sich oft kompliziert und langwierig.
3. Spielerisches Lernen
Kinder werden nicht explizit unterrichtet, sondern sie „tauchen“ in die Zweitsprache ein, indem sie alltägliche Interaktionen, Spiele, Lieder, Geschichten und Routinen in dieser Sprache erleben.
Dadurch lernen sie die Sprache intuitiv und kontextabhängig. Wichtige Aktivitäten wie Basteln, Singen, Vorlesen oder auch das gemeinsame Essen finden also teilweise in der Fremdsprache statt.
4. Frühes Sprachgefühl
5. Konsequente Sprachtrennung
6. Kulturelle Vielfalt
7. Vorteile der frühen Bilingualität für die kindliche Entwicklung
- Förderung des abstrakten Denkens
- Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
- Leichtere Erlernung weiterer Sprachen in der Zukunft
- Förderung von interkultureller Sensibilität und Offenheit
- Kognitive Entwicklung bei verschiedenen Sprachen
- Mehrsprachige Kinder haben in der Regel keine Probleme, verschiedene Sprachen zu trennen, selbst wenn diese stark voneinander abweichen. Das Gehirn entwickelt Mechanismen, um den Erwerb und die Nutzung der Sprachen zu organisieren.
- Transfer von Fähigkeiten: Kinder können auch von einer Sprache auf die andere übertragen, was bedeutet, dass sie von strukturellen oder grammatischen Gemeinsamkeiten der Sprachen profitieren können.
8. Herausforderungen bei der Umsetzung des Immersionsprinzips
- Es braucht genügend qualifiziertes Personal (Fach- oder Ergänzungskraft), das die zweite Sprache beherrscht. Besonders für weniger verbreitete Sprachen kann dies eine Herausforderung sein.
- Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse gestaltet sich oft kompliziert und langwierig.
- Es kann für Kinder in der Anfangsphase verwirrend sein, sich auf zwei Sprachen einzustellen.
- Der Erfolg hängt stark davon ab, wie konsequent und kontinuierlich die Immersion durchgeführt wird.
- Kulturelle Unterschiede: Jede Sprache bringt ihre eigene Kultur mit. Es ist wichtig, dass nicht nur die Sprache, sondern auch die kulturellen Aspekte im Kita-Alltag berücksichtigt werden, was bei verschiedenen Sprachpaaren unterschiedlich stark ins Gewicht fallen kann.
- Einige Eltern legen besonderen Wert darauf, dass ihre Kinder eine bestimmte Sprache lernen, weil sie selbst zweisprachig sind oder die Sprache eine internationale Bedeutung hat.
9. Vorteile der Bilingualität in verschiedenen Sprachen
- Frühzeitiger Zugang zu verschiedenen Sprachfamilien: Wenn Kinder bereits früh in eine sprachlich und kulturell unterschiedliche Umgebung eintauchen, entwickeln sie oft eine höhere Flexibilität im Umgang mit neuen Sprachen.
- Sprachliche Nähe oder Distanz: Manche Sprachen sind strukturell näher beieinander (z. B. Deutsch und Englisch oder Deutsch und Niederländisch), was den Spracherwerb erleichtern kann. Andere Sprachen, wie Chinesisch und Deutsch, sind weiter entfernt, was größere kognitive Herausforderungen, aber auch mehr Lernmöglichkeiten für die Kinder bietet.
- Interkulturelle Kompetenz: Neben der Sprachkompetenz entwickeln Kinder durch den Kontakt mit zwei verschiedenen Sprach- und Kulturräumen eine bessere interkulturelle Sensibilität. Dies ist insbesondere in multikulturellen Städten und internationalen Familien ein wertvoller Vorteil.
10. Multilinguale Kitas Sprachen
Für die Zaubersterne wird dies ein Zukunftsmodell sein an dem wir zur Umsetzung langfristig arbeiten. Insgesamt ist Bilingualität in der Kita ein effektiver Weg, Kinder auf die sprachlich vielfältige Welt vorzubereiten, wobei die Wahl der Sprachen stark von regionalen Gegebenheiten, kulturellen Hintergründen und den individuellen Bedürfnissen abhängt.
INKLUSION
Inklusiv
Der wichtigste Grundbaustein, Haltung und Wertschätzung gegenüber jedem Kind (Individuum), ist seit Gründung fester Bestandteil unseres häuserübergreifenden Konzeptes. Durch die neu geschaffenen Rahmenbedingungen im Bereich Inklusion ist es somit langfristig unser Ziel, in jeder unserer Gruppen-formen Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufzunehmen, zu betreuen und individuell zu begleiten.
Das Zusammensein
Ein regelmäßiger Austausch zwischen Therapeuten und Gruppenkräften ermöglicht uns ein interdisziplinäres Handeln und allen unseren Pädagogen/Therapeuten einen ganzheitlichen Blick auf das ihnen anvertraute Kind und gewährleistet eine Übertragung von Entwicklungsfortschritten auf alle Lebensbereiche des Kindes. Durch interne Schulungen, Fortbildungen, die Beratung und Begleitung/Hospitationen durch unsere Inklusionsbeauftragte und dem wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Team machen wir uns seit dem Jahre 2015 gemeinsam auf den Weg, alle unsere Gruppenformen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu öffnen.
Inklusion ist nicht nur eine gute Idee, sondern ein Menschenrecht. Inklusion bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt werden darf. Unser Ziel für die inklusive Betreuung ist, alle Kinder in ihrer Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern und sie zur Verantwortungsbereitschaft, Gemeinsinn und Toleranz zu befähigen. Uns ist wichtig die interkulturelle Kompetenz aller uns anvertrauten Kinder zu stärken, die Herausbildung kultureller Fähigkeiten zu ermöglichen und die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten in allen Entwicklungsbereichen zu unterstützen.
Unser Bildungskonzept ist so aufgebaut, dass die individuelle Bildungsförderung die unterschiedlichen Lebenslagen der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt und unabhängig von der sozialen Situation der Kinder sichergestellt ist. Die Erziehungsberechtigten aller in unserer Einrichtung betreuten Kinder werden in Elterngesprächen regelmäßig über die Ergebnisse der Bildungsförderung unterrichtet.
Wir führen Entwicklungsbeobachtungen durch und dokumentieren diese. Die Bildungsdokumentation wird den Eltern am Ende der Kindergartenzeit ihrer Kinder ausgehändigt. Im inklusiven Bereich ist eine familienzentrierte Zusammenarbeit mit allen Beteiligten besonders wichtig. Der regelmäßige Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften, Eltern, Ärzten und Therapeuten ist unerlässlich, damit eine zusammenwirkende Behandlungseinheit gewährleistet ist.
An der Gestaltung des Alltags in unserer Kindertageseinrichtung sind die Kinder entsprechend ihres Alters, ihrer Fähigkeiten, Interessen und ihrer Bedürfnisse aktiv beteiligt.
Durch die Reflexion der wahrnehmenden Beobachtungen, den Austausch mit den Eltern und die Rückmeldungen der Therapeuten erstellen wir Förderpläne und Zuständigkeiten für jedes einzelne inklusiv betreute Kind – welche fortlaufend ergänzt werden. In unseren inklusiven Häusern arbeiten zusätzlich zu den Gruppenkräften ein Motopäde oder ein Heilpädagoge. Sie bieten den Kindern speziell auf sie abgestimmte Fördereinheiten in Einzel- und Gruppensituationen und sind durch die Anbindung ans Team präsent im Alltag der Kinder und Eltern.
Diese ganzheitliche individuelle Förderung wird durch die Zusammenarbeit mit Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten abgerundet, die unser Haus wöchentlich besuchen. Bei der Inklusion steht nicht das Kind mit einer bezeichnenden Besonderheit im Mittelpunkt, sondern jedes Kind wird als besonders wahrgenommen. Alle Kinder profitieren voneinander. Das heißt für uns, jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Blick zu haben und dem spezifischen Zuwendungs- und Förderbedarf gerecht zu werden.
Für uns bedeutet das:
- den Kindern eine Basis schaffen von Annahme und Wertschätzung
- die Individualität und Vielfalt der Kinder wahrnehmen
- Impulse setzen, die Grenzen und Freiheiten beinhalten
- Kooperation mit der Inklusionsbeauftragten, externen Fachkräften und anderen Institutionen wie SPZ, Institut für Jugendhilfe, Frühförderstellen.
Unser Weg zur internationalen Weiterbildung
Was ist Erasmus+?
Erasmus+ ist ein Förderprogramm der EU, das internationale Bildung, Austausch und Zusammenarbeit unterstützt. Unsere Erzieher:innen können im Ausland neue pädagogische Ansätze kennenlernen – zum Vorteil für das gesamte Team und vor allem für die Kinder. So bereichern innovative Methoden unseren Kita-Alltag und fördern interkulturelles Lernen.
Wir haben uns erfolgreich um eine Erasmus+-Förderung beworben. Ziel ist es, durch internationale Fortbildungen – z. B. in Dänemark – neue Impulse in Bereichen wie Inklusion, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und interkulturelle Bildung zu erhalten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bilingualität: Als zweisprachige Kita möchten wir neue Konzepte der Sprachförderung kennenlernen und weiterentwickeln.
Interkulturelle Bildung ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Kinder sollen frühzeitig Offenheit, Toleranz und Respekt gegenüber anderen Kulturen erfahren. Deshalb freuen wir uns auch über pädagogische Fachkräfte aus dem Ausland, die ihre sprachlichen und kulturellen Erfahrungen bei uns einbringen möchten.